Leitweg-ID erklärt: Aufbau, Herkunft, Eintrag
Wer an eine Behörde eine E-Rechnung schickt, braucht deren Leitweg-ID. Sie sorgt dafür, dass die Rechnung automatisch bei der richtigen Stelle ankommt.
Aktualisiert am 28. Oktober 2026
Wozu die Leitweg-ID dient
Öffentliche Auftraggeber sind in Deutschland tausendfach unterteilt: Bund, Länder, Landkreise, Gemeinden, Ämter. Die Leitweg-ID ist die Adresse, mit der das Eingangsportal die Rechnung der richtigen Stelle zuordnet. Ohne sie wird die Rechnung abgewiesen oder landet im Leeren.
Wie sie aufgebaut ist
Eine Leitweg-ID besteht aus bis zu drei Teilen, die durch Bindestriche getrennt sind:
- Grobadressierung: ein Zifferncode, der die Behörde einer Ebene und einem Bereich zuordnet.
- Feinadressierung (optional): eine genauere Zuordnung innerhalb der Behörde, bis zu 30 Zeichen.
- Prüfziffer: zwei Ziffern, mit denen sich Tippfehler erkennen lassen.
Beispiel
Ein bekanntes Muster aus den Unterlagen zur XRechnung sieht so aus: 04011000-12345-34. Echte Leitweg-IDs erfinden Sie nicht selbst, sie werden von der jeweiligen Behörde vergeben.
Woher Sie sie bekommen
Die Leitweg-ID teilt Ihnen der Auftraggeber mit, meist im Auftrag, im Vertrag oder in der Bestellung. Fragen Sie vor der ersten Rechnung danach. Raten oder Übernehmen von einer anderen Behörde führt zu Rückweisungen.
Wo sie in der Rechnung steht
In der XRechnung gehört die Leitweg-ID in das Feld Käuferreferenz (BT-10). Fehlt sie, melden Prüfer typischerweise einen Fehler, zum Beispiel den Hinweis, dass die Käuferreferenz übermittelt werden muss. Prüfen Sie Ihre Datei vor dem Senden.
Häufige Fragen
- Brauche ich die Leitweg-ID auch bei Rechnungen an Unternehmen?
- Nein, sie gilt für öffentliche Auftraggeber. Unternehmen nutzen dort meist eine eigene Referenz, etwa die Bestellnummer.
- Was passiert bei einer falschen Leitweg-ID?
- Das Portal weist die Rechnung zurück oder leitet sie nicht weiter. Sie müssen sie dann korrigiert neu senden.
- Hat jede Abteilung eine eigene Leitweg-ID?
- Oft ja, wenn die Behörde fein adressiert. Verwenden Sie immer genau die ID, die Ihnen genannt wurde.
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Die Ratgeber ersetzen keine steuerliche oder rechtliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrem Fall wenden Sie sich bitte an Ihre Steuerberatung.